Schon zum Auftakt der Neugestaltung des Stadtmuseums fließen erhebliche Fördermittel vom Bund. Stephan Albani, CDU-Bundestagsabgeordneter für Oldenburg und das Ammerland, zu den positiven Nachrichten vom heutigen Tag: „Ich habe meine Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss des Bundestages über die Einreichung über Dennis Rohde informiert und um Unterstützung gebeten. Dadurch wurde den Mitgliedern die überregionale Bedeutung der Francksen-Villa und der Jürgens’schen Villa in Oldenburg bewusst. Die musealen Gebäude sind architektonische Zeitdokumente und durch ihre epochale Innenausstattung selber die ersten Exponate des Stadtmuseums. Ich danke an dieser Stelle allen Mitgliedern des Ausschusses, auch denen des Koalitionspartners für den Zuschuss über 1,3 Millionen Euro zur Sanierung der Häuser.“

Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Der Bund hatte den Fördertopf im zweiten Nachtragshaushalt 2020 aufgestockt, um den Investitionsstau in den Kommunen aufzulösen. Die Stadt plant die Substanz der Gebäude von 1862/63 und 1877 denkmalgerecht sowie unter museumstechnischen Aspekten zu sanieren. Zudem soll die bedeutsame Ausstattung der Villen konserviert beziehungsweise restauriert werden. Dazu zählen Wandbespannungen, farbige Stuckdecken und vergoldete Stukkaturen, Parkett- und Marmorböden sowie historische Fensterdekorationen. Überdies soll der direkte Zugang zu den Villen wieder hergestellt werden. Stephan Albani weiter: „Am Rande des Besuchs von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters im letzten Frühjahr haben wir nicht nur über den Neubau gesprochen. Es war von vornherein klar, dass auch die Villen in ihrer Funktionalität und Erschließung ein integraler Bestandteil für das neue Museums-Konzept sein müssen, wenn das neue Haus zu einem zentralen Begegnungsort für unsere Stadtgesellschaft werden soll.“

Das Förderprogramm des Bundes stellt mit 1,314 Millionen Euro 45 Prozent der von der Stadt veranschlagten Gesamtsumme über 2,92 Millionen Euro bereit. Nach vorbereitenden Planungen 2021 sollen die Arbeiten in den Jahren 2022 und 2023 stattfinden. Auf Basis eines Ratsbeschlusses hatte die Stadt die Fördermittel 2020 in zwei Schritten beantragt. Auf den Förderaufruf des Bundes hatten Städte und Gemeinden rund 1.300 Projektskizzen mit einem Gesamtfördervolumen von rund 2,8 Milliarden Euro eingereicht. Damit war das Programm mehrfach überzeichnet. Für die Förderrunde 2021 stehen insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung.