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09.02.2017, 20:00 Uhr
+++ CHRISTOPH BAAK UND DR. ESTHER NIEWERTH-BAUMANN ZU LANDTAGSKANDIDATEN DER CDU OLDENBURG GEWÄHLT +++ MEHR ALS 200 MITGLIEDER UND GÄSTE ANWESEND +++
In der bfe an der Donnerschweer Straße kamen am Donnerstag, 09.02. mehr als 200 Mitglieder und Gäste zusammen, um die Kandidatenwahlen der CDU zum Landtag zu verfolgen.
Von links nach rechts: Bundestagsabgeordneter Stephan Albani, Landtagskandidatin Dr. Esther Niewerth-Baumann, Landtagskandidat Christoph Baak, Kreisvorsitzender Michael Eggers

Der Abend begann mit der Kandidatenaufstellung für den Wahlbezirk 62 - Mitte/Süd. Christoph Baak (51) und Tankut Braune-Ahlhorn (53) hatten kandidiert. Da sich die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vorstellen durften, machte Christoph Baak den Auftakt mit der Vorstellung seiner Person.

Der Freiberufler im Marketing und Werbefachmann, ev.-luth., verheiratet, 1 erwachsene Tochter, ist stv. Kreisvorsitzender des CDU-Stadtverbandes und stv. Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Oldenburg. Er scheue sich nicht vor viel Arbeit, so Baak, und sei davon überzeugt, dass die Chance bestünde, das Direktmandat mit ihm wiederzugewinnen. Darum brauche es Erfahrung und Leidenschaft, die er vorweisen könne. Seine Stärken sieht er bei den Themen Wirtschaft, Infrastruktur und Kultur. Ein Zukunftspakt für Mittelstand und Handwerk müsse auf Landesebene geschnürt werden, woran Baak aktiv mitarbeiten wolle. Nur mit klarer Kante und klaren Botschaften werde die CDU einen Landtagswahlkampf gewinnen, so Baak abschließend.

Als nächste Kandidatin stellte sich Tankut Braune-Ahlhorn vor, 53 Jahre alt, verheiratet, 1 Kind. Sie ist technische Leiterin in einem mittelständischen medizintechnischen Unternehmen und Vorsitzende des dortigen Betriebsrates. Die Flüchtlingskrise sei für sie die entscheidende Motivation gewesen, in die Politik einzutreten. Ihr politischer Weg führte sie bisher zum stv. Vorsitz der CDA des Kreisverbandes Oldenburg. Ihre Interessen sieht sie in der Migrations- und Integrationspolitik, da ihre Kontaktfreude keine kulturellen Grenzen kenne, so Braune-Ahlhorn. Als in Deutschland geborene Türkin stehe sie für gelebte und funktionierende Integration und sie "verspreche nichts außer vollen Einsatz für die Sache der CDU und der Demokratie".

Nach Auszählung der Stimmen des ersten Wahlganges stand fest: Christoph Baak erhielt 48 Stimmen (69 %), Tankut Braune-Ahlhorn 22 Stimmen (31 %). Somit war Christoph Baak im ersten Wahlgang gewählt - er nahm die Wahl dankend an.

Es folgte die Wahl des Kandidaten des Stadtbezirkes 63 - Nord/West. Zur Wahl stellten sich Daniel Kaszanics (37) und Dr. Esther Niewerth­-Baumann (48).

Daniel Kaszanics, ledig, keine Kinder, ist Student und Kreisgeschäftsführer der Kreisgeschäftsstelle des CDU-Kreisverbandes Oldenburg Stadt. Die Tatsache, dass er 16 Jahre Berufserfahrung als Software-Entwickler und Berater aufweisen könne, seien für ihn nicht der Rede wert. Er wolle eher in seiner Rede darstellen, was die Motivation für ihn sei, Politik „nicht nur zu machen, sondern auch zu leben“. Ein "Geht nicht!" gäbe es für ihn nicht, ein "Das können wir nicht!" wolle er nie hören. Er wolle Oldenburg als Bildungsmetropole stärken und die "Übermorgenstadt" zur Landessache machen. Die Ideen, die er bisher als Kreisgeschäftsführer entwarf, möchte er auch in die Tat umsetzen. Ein Verkehrskonzept für Oldenburg, das überregional die Problemfelder Stau, Gütertransport, E-Mobilität und Nahverkehrsanbindung löse, die Förderung des Ehrenamtes und der Jugend, eine erfolgreiche Digitalisierung und die Beendigung des Sanierungsstaus an Schulen und der Uni abzubauen seien seine Ziele für Oldenburg und Niedersachsen.

Als letzte Kandidatin des Abends sprach Dr. Esther Niewerth-Baumann über sich und ihre Kandidatur. Die ev.-lutherische, verheiratete Rechtsanwältin mit drei erwachsenen Kindern konnte bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr die meisten Stimmen aller Kommunalwahlkandidaten der Stadt für sich gewinnen. Derzeit ist sie Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion im Rat der Stadt Oldenburg. Auch, wenn ihre erste Landtagskandidatur im Jahr 2013 nicht zum gewünschten Direktmandat geführt habe, sei sie stolz darauf, für die Sache der CDU an über 5.000 Oldenburger Haustüren im Wahlkampf gekämpft zu haben. Ebenso wie Christoph Baak sei sie davon überzeugt, nächstes Jahr das Direktmandat für die CDU zurückgewinnen zu können. Sie machte den versammelten Mitgliedern das Angebot, ihren kompletten Einsatz, ihre ganze Zeit und Kraft für die Sache der CDU und Oldenburgs in Hannover einzubringen.

Auch das zweite Wahlergebnis wurde spannend: Daniel Kaszanics konnte 36 Stimmen (43 %) für sich gewinnen, Dr. Esther Niewerth-Baumann wurden 46 Stimmen (55 %) gegeben - es gab 1 Enthaltung. Auch sie nahm die Wahl dankend an.

Während der Auszählungen der Stimmen konnten die beiden Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises, Barbara Woltmann und Stephan Albani aus ihrer Berliner Arbeit berichten. Barbara Woltmann sei davon überzeugt, dass die CDU den Wahlbezirk gewinne, weil diese die besseren Kandidaten für Oldenburg habe. Stephan Albani dankte allen angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten für die Bereitschaft zur Wahl. Demokratie sei in unseren Zeiten verletzlich, die Globalisierung bereite einigen Bürgerinnen und Bürgern Angst und die Wählerinnen und Wähler tendierten dazu, einfachen Versprechen zu glauben. Umso wichtiger sei es, dass die CDU vor Ort mit den Menschen kommunizieren

Nach den Wahlgängen zur Landtagskandidatur wurden noch die Delegierten und Ersatzdelegierten für das Landeslistengremium zur Landtags- und zur Bundestagswahl gewählt. Gegen 22.15 Uhr wurde der aufregende Abend beendet.