Zu Gedankenspielen über eine Baumschutzsatzung sagt OB-Kandidat Ulrich Gathmann: „Vor über 20 Jahren, am 01. März 1998, haben die Oldenburgerinnen und Oldenburger in einem von den Bürgervereinen, dem Verein Haus- und Grundeigentümerverein, Siedlerbund sowie der CDU unterstützten Bürgerbegehren in einem Entscheid schon einmal eine Baumschutzsatzung abgelehnt, und seitdem ist sie nicht groß vermisst worden. Es ist nicht bekannt, dass die Grundstücksbesitzer*innen seitdem durch Rodungsmaßnahmen aufgefallen wären. Der Lärm der Motorsäge ist nicht das beherrschende Hintergrundgeräusch auf Oldenburger Grundstücken, eher das herbstliche Dröhnen der Laubsauger, was für einen vitalen Baumbestand spricht. Die allermeisten Oldenburger Gartenbesitzerinnen und -besitzer lieben ihre Gärten und gehen verantwortungsvoll mit ihrer Flora um.“

In Oldenburg stehen zwischen 60.000 und 70.000 Bäume auf öffentlichem Grund, hinzu kommen zahllose Bäume auf Privatgrundstücken. Oldenburg ist und bleibt auch ohne Baumschutzsatzung eine der grünsten Städte Mitteleuropas.

Anlassloser obrigkeitlicher Eingriff nicht gerechtfertigt

Gathmann weiter: „In der Tat sind in letzter Zeit auf öffentlichen Grundstücken und auf Geländeteilen der Deutschen Bahn Bäume in größerem Maßstab gerodet worden. Dass dies von vielen Menschen bedauert wird, ist nachvollziehbar, auch wenn diese Verluste nach meiner Überzeugung an anderer Stelle durch Neuanpflanzungen mehr als kompensiert werden. Aber selbst wenn solche Rodungen in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erfahren haben, rechtfertigen auch sie nicht den anlasslosen, obrigkeitlichen Pauschaleingriff mit dem Maßband in die Eigentumsrechte verantwortungsvoller Bürgerinnen und Bürger.“