Cäcilienbrücke: Dauerverzögerung beenden – Oldenburg braucht endlich Klarheit und Tempo
Die erneute Verzögerung beim Neubau der Cäcilienbrücke sorgt in Oldenburg weiterhin für Unverständnis. Wie aktuell bekannt wurde, wird sich die Ausschreibung für das Projekt erneut verschieben. Grund sind fehlende Haushaltsmittel des Bundes sowie eine Priorisierung anderer Infrastrukturmaßnahmen. Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bedeutet das weiterhin Einschränkungen, Staus und Unsicherheit.
Der CDU Kreisverband Oldenburg macht deutlich, dass dieser Zustand nicht länger hinnehmbar ist. Die Cäcilienbrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen der Stadt – insbesondere für den Oldenburger Süden. Seit der Sperrung im Jahr 2020 ist die Situation angespannt. Die provisorische Verkehrsführung über die Behelfsbrücke stellt seitdem nur eine eingeschränkte Übergangslösung dar.
„Die Cäcilienbrücke ist keine nachrangige Maßnahme, sondern eine zentrale Verkehrsader für unsere Stadt. Jeder weitere Monat Verzögerung verschärft die Belastung für Pendler, Anwohner sowie den Alltag und die Mobilität im Oldenburger Süden“, betont Frederike A. Trumpf-Müller, CDU Stadtbezirksvorsitzende Mitte-Süd.
Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, wie lange sich das Projekt bereits hinzieht: Erste Planungen für einen Abriss und Neubau wurden bereits 2013 vorgestellt. In den Folgejahren wurden Zeitpläne mehrfach angepasst – zunächst mit einem vorgesehenen Baubeginn 2017, später 2020. Tatsächlich wurde die Brücke im Mai 2020 außer Betrieb genommen. Der Planfeststellungsbeschluss folgte erst 2023. Im Jahr 2025 wurden schließlich die letzten sichtbaren Reste der alten Cäcilienbrücke, insbesondere die verbliebenen Türme, zurückgebaut.
Vor diesem Hintergrund kritisiert die CDU auch das bisherige politische und administrative Vorgehen. Zwar seien Appelle an den Bund notwendig, sie kämen jedoch zu spät und hätten bislang nicht den erforderlichen politischen Druck entfaltet. Hierzu erklärt Niklas Howad, Kreisvorsitzender der CDU Oldenburg-Stadt: „Es reicht nicht, Verzögerungen immer wieder zu beklagen. Die Interessen Oldenburgs müssen früher, konsequenter und mit mehr Gewicht vertreten werden. Dieses Projekt verschleppt sich nicht erst seit gestern.“
Zugleich ruft die CDU Oldenburg zu einem gemeinsamen, parteiübergreifenden Vorgehen auf. Die Abgeordneten des Bundestages und des Niedersächsischen Landtages aus Oldenburg seien jetzt gefordert, geschlossen Druck in Berlin zu machen. „Bei diesem Thema darf es kein parteipolitisches Taktieren geben. Wir erwarten, dass alle Oldenburger Bundestags- und Landtagsabgeordneten ihre Kräfte bündeln und sich geschlossen für die neue Cäcilienbrücke einsetzen.“, so Howad.
Die Forderung der CDU ist klar: Die notwendigen Haushaltsmittel müssen umgehend freigegeben und die Ausschreibung schnellstmöglich gestartet werden. Ziel muss ein Baubeginn ohne weitere Verzögerungen sein.
„Oldenburg braucht endlich Verlässlichkeit. Die Menschen in unserer Stadt haben ein Recht auf funktionierende Infrastruktur und klare Perspektiven“, so Howad abschließend.

